Einen Pick-up zu kaufen, bedeutet oft einen Kompromiss zwischen Arbeitstier und Komfort. Der VW Amarok will genau diese Lücke schließen, und mit der zweiten Generation, die seit 2023 auf dem Markt ist, hat Volkswagen den Kurs noch einmal verschärft.

Bauzeit erste Generation: 2010–2020 ·
Bauzeit zweite Generation: seit 2023 ·
Maximale Leistung: 258 PS ·
Maximales Drehmoment: 580 Nm ·
Anhängelast: bis 3.500 kg ·
Sitzplätze: 5

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die sechs wichtigsten Daten auf einen Blick.

Sechs Fakten auf einen Blick
Merkmal Wert
Erste Generation gebaut 2010–2020
Zweite Generation gebaut seit 2023
Karosseriebauform Pick-up
Sitzplätze 5
Antrieb Hinterrad- oder Allradantrieb
Produktionsstandort Hannover (1. Gen.), Südafrika (2. Gen.)

Wie viel kostet ein Amarok?

Die Preisstaffelung des neuen Amarok ist breit gefächert – vom Basismodell bis zur Top-Ausstattung.

Der Preisschock

Ein vollausgestatteter Amarok Aventura kostet fast 75.000 Euro. Damit liegt er preislich auf Augenhöhe mit einem gebrauchten Porsche Cayenne – nur dass der Amarok keine Sportwagen-Dynamik bietet, sondern Nutzfahrzeug-Praktik.

Wie viel kostet ein gebrauchter VW Amarok?

Gebrauchte Exemplare der ersten Generation (2010–2020) beginnen laut Carwow (deutscher Fahrzeugvergleich) bei etwa 25.000 Euro, während die zweite Generation als Jahreswagen selten unter 40.000 Euro zu finden ist.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Volkswagen bietet klassische Leasing- und Finanzierungsangebote über die hauseigene Bank, die oft mit einer Anzahlung von 20–30 % des Kaufpreises verbunden sind.

Die Preise im Überblick: Die Basisversion kostet ab 47.121 Euro, der Amarok Life ab 52.797 Euro, der Style ab 60.967 Euro und der PanAmericana ab 69.009 Euro (ADAC (deutscher Automobilclub)). Die Top-Version Aventura startet bei 70.163 Euro.

Fazit: Der VW Amarok positioniert sich als Premium-Pick-up, was bedeutet: Käufer zahlen bis zu 15.000 Euro mehr als für einen vergleichbar ausgestatteten Ford Ranger. Für Gewerbetreibende, die auf eine hohe Anhängelast von 3.500 kg angewiesen sind, ist der Aufpreis jedoch oft gerechtfertigt. Für Privatkäufer hingegen lohnt sich der Blick auf den Ranger oder den Toyota Hilux.

Das Muster: Wer einen Amarok fährt, bezahlt auch für das Logo – der Technikunterbau ist derselbe wie beim Ford Ranger.

Was sind die Nachteile des VW Amarok?

Kein Pick-up ist perfekt – der Amarok hat einige bekannte Schwachstellen, die vor allem Käufer der ersten Generation kennen.

Welche Schwachstellen hat der VW Amarok?

Die erste Generation (2010–2020) war berüchtigt für Rostanfälligkeit an den hinteren Radkästen und am Fahrzeugrahmen, wie Reparieren.com (deutsche Werkstattplattform) berichtet. Auch die Turbolader der ersten Generation neigten zu Defekten. Der Kraftstoffverbrauch des 3.0 V6 TDI liegt im Alltag oft bei 10–12 Litern, was bei aktuellen Spritpreisen ins Geld geht.

Wie zuverlässig ist der VW Amarok?

Laut Mobile.de (deutscher Fahrzeugmarkt) schneidet der Amarok in Zuverlässigkeitsrankings durchschnittlich ab – besser als ein alter Nissan Navara, aber schlechter als ein Toyota Hilux. Die zweite Generation ist noch zu jung, um verlässliche Langzeitdaten zu liefern.

Die Kehrseite der Premium-Strategie

Der Amarok mag komfortabler sein als der Hilux, doch die hohen Reparaturkosten (Turbolader-Wechsel: rund 2.500 Euro) und die Rostproblematik der ersten Generation machen ihn für Vielfahrer teurer im Unterhalt.

Das Risiko: Wer heute einen gebrauchten Amarok der ersten Generation kauft, sollte eine Druckluftprüfung des Rahmens einplanen – Rost ist kein Mangel, sondern ein strukturelles Problem.

Hat der VW Amarok einen Ford Motor?

Diese Frage treibt viele Käufer um, denn der gemeinsame Plattformbau mit Ford wirft Zweifel an der Eigenständigkeit des Amarok auf.

Welcher Motor im Amarok ist der beste?

Ja, der Amarok der zweiten Generation nutzt die Ford-Ranger-Plattform. Der 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel kommt von Ford und leistet 125 kW (170 PS). Der 3.0-Liter-V6-Diesel mit 177 kW (240 PS) wurde in Zusammenarbeit mit Porsche (Sportwagenhersteller und Entwickler) entwickelt – kein Ford-Motor also, sondern eine VW-Porsche-Eigenentwicklung.

Hat der Amarok einen Porsche-Motor?

Laut Sparneuwagen (deutsche Vergleichsplattform) steckt im V6 keine Porsche-Technik – es handelt sich um eine gemeinsame Entwicklung, aber der Motor ist im Kern ein VW-Dieselmotor, den Porsche lediglich mitentwickelt hat. Der beste Motor für die meisten Käufer ist der 3.0 V6 TDI wegen seiner Laufruhe und Durchzugskraft.

Der Clou: VW vermarktet den Amarok als eigenständiges Produkt, aber der Antriebsstrang ist eine Mischung aus Ford (Basis) und VW-Porsche (Spitzenmotor).

Was ist besser, Ford Ranger oder VW Amarok?

Der direkte Vergleich zeigt, wo der Amarok seine Stärken und Schwächen hat.

Ford Ranger vs. Toyota Hilux vs. Volkswagen Amarok – wie schneidet der Amarok ab?

Drei Pick-ups, ein klares Profil: Der Amarok ist der Komfortabelste, der Hilux der Zuverlässigste, der Ranger der Preiswerteste.

Merkmal VW Amarok (2. Gen.) Ford Ranger (2. Gen.) Toyota Hilux (aktuelle Gen.)
Einstiegspreis (ca.) 47.121 € 41.000 € 42.500 €
Motorleistung (Spitze) 240 PS (3.0 V6) 240 PS (3.0 V6) 204 PS (2.8 Diesel)
Anhängelast 3.500 kg 3.500 kg 3.500 kg
Garantie 2 Jahre 5 Jahre 3 Jahre
Komfortniveau Hoch Mittel Mittel
Zuverlässigkeit (lt. ADAC) Durchschnittlich Gut Sehr gut

Das Dilemma: Der Amarok kostet 6.000 Euro mehr als der Ranger, bietet aber fast identische Technik. Wer nur das Fahrgefühl sucht, spart mit dem Ford. Wer auf das VW-Image und den besseren Innenraum setzt, zahlt den Aufpreis.

Ist der Amarok ein gutes Auto?

Die Antwort hängt vom Einsatzzweck ab. Für Vielfahrer, die täglich 100 Kilometer oder mehr auf der Autobahn pendeln, ist der Amarok eine der komfortabelsten Pick-up-Optionen.

Stärken

  • Hervorragender Langstreckenkomfort durch gute Federung und leise Innenraumdämmung (ADAC (deutscher Automobilclub))
  • Modernes Infotainment mit großem Touchscreen und Smartphone-Integration
  • Sicherheitsausstattung auf Premium-Niveau (autonome Notbremse, Spurhalteassistent)
  • Platzangebot für fünf Erwachsene auf langen Strecken nutzbar

Schwächen

  • Hoher Anschaffungspreis im Segment – bis zu 15.000 Euro über dem Ford Ranger
  • Rostanfälligkeit der ersten Generation an Radkästen und Rahmen (Reparieren.com (deutsche Werkstattplattform))
  • Kraftstoffverbrauch des 3.0 V6 TDI im Alltag oft bei 10–12 Litern
  • Kurze Garantie von nur 2 Jahren – Konkurrenten bieten 3 bis 5 Jahre

Welche Stärken hat der VW Amarok?

  • Hervorragender Langstreckenkomfort durch gute Federung und leise Innenraumdämmung (ADAC (deutscher Automobilclub))
  • Modernes Infotainment mit großem Touchscreen und Smartphone-Integration
  • Sicherheitsausstattung auf Premium-Niveau (autonome Notbremse, Spurhalteassistent)
  • Platzangebot für fünf Erwachsene auf langen Strecken nutzbar

Welche Ausstattungsvarianten gibt es?

  • Amarok (Basis): 2.0 TDI, 125 kW, 6-Gang-Handschalter, Stahlfelgen
  • Life: Mehr Komfort, Klimaautomatik, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen
  • Style: 2.0 TDI (151 kW) oder 3.0 V6, 18-Zoll-Felgen, LED-Scheinwerfer
  • PanAmericana: Offroad-Optik, Allradantrieb, Differenzialsperre
  • Aventura: Leder, 20-Zoll-Felgen, 360-Grad-Kamera

„Der Amarok ist ein großartiger Pick-up mit starken Motoren und beeindruckender Praktikabilität.”

What Car? Testredaktion (britisches Automagazin)

„Der Amarok vereint Arbeitspferd und Premium-Charakter in einem Fahrzeug.”

Volkswagen Nutzfahrzeuge

Für Gewerbetreibende in Deutschland, die auf eine hohe Anhängelast von 3.500 kg angewiesen sind und gleichzeitig Wert auf Komfort legen, ist der Amarok die richtige Wahl. Für Privatkäufer, die einen zuverlässigen Alltags-Pick-up suchen, bleibt der Toyota Hilux die sinnvollere Alternative – oder der Ford Ranger, der den gleichen Technikunterbau zum günstigeren Preis bietet.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die maximale Anhängelast des VW Amarok?

Bis zu 3.500 kg mit dem 3.0 V6 TDI.

Hat der VW Amarok Allradantrieb?

Ja, viele Versionen haben Allradantrieb, die Basisversion hat Hinterradantrieb.

Welche Sicherheitsausstattung hat der VW Amarok?

Autonome Notbremse, Spurhalteassistent, 360-Grad-Kamera (Aventura).

Ist der VW Amarok als Zweisitzer erhältlich?

Nein, alle Modelle haben eine fünfsitzige Kabine.

Wie lang ist die Garantie für den VW Amarok?

2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung.

Wie viel Kofferraumvolumen hat der VW Amarok?

Die Ladefläche fasst rund 1,2 Kubikmeter.

Welche Farben sind verfügbar?

Weiß, Schwarz, Grau, Blau, Rot – je nach Ausstattungslinie.

Verwandte Beiträge: Mercedes GLC Kaufberatung: Preise, Motoren & Schwachstellen · Europa-Park: Kosten, Öffnungszeiten, Unfälle & Familie Mack